Vereinsgeschichte

Auszug aus dem Magazin zum 40. Jubiläum

Geburtsort unseres Vereins war die Gaststätte Lemp in Gelsenkirchen-Horst. Dort trafen sich Anfang 1956 einige Werksangehörige der Fa. Gelsenberg, die als gemeinsames Hobby den Tischtennissport hatten. Kollege Buschfort vermittelte uns den Spielraum und Willi Schmidt besorgte die erste Tischtennisplatte, eine Spende der Fa. Gelsenberg.

Unser Tun sprach sich bald im Werk herum und nach einigen Wochen stand die Zahl der TT-Inserenten schon in keim Verhältnis mehr zur Größe des Raumes und unserer einen Platte, an der ja im Höchstfall vier Leute gleichzeitig spielen konnten. Der Rest musste sich die Wartezeit mit Schach und Skat verkürzen.

Nachdem einige ehemalige Aktive, die zu uns stießen, für ein höheres sportliches Niveau sorgten, beschlossen wir die Gründung eines Tischtennisvereins.

Die Gründungsversammlung fand in der Gaststätte Lemp statt und wählte folgenden Vorstand:
1. Vorsitzender: W. Schmidt
Geschäftsführer: V. Stark
Kassierer: Fr. Berg


Gleichzeitig einigte man sich, dem Verein den Namen "TTC der Gelsenberger Horst-Emscher" zu geben, der einige Jahre später nach Rückgang der Werksangehörigen der Fa. Gelsenberg von 95% auf 10% in unseren heutigen Vereinsamen geändert wurde.

Mitte Mai 1956 erhielten wir die beantragte Mitgliedschaft im westdeutschen Tischtennisverband und damit konnte der Spielbetrieb beginnen.

Unsere erste Mannschaft, die das Eröffnungsspiel gegen eine Mannschaft der hiesigen evangelischen Jugend bestritten war einen Mischung aus alten Routiniers und Neulingen.

Als nächstes musste eine sportgerechte Spiel- und Trainingsstätte gefunden werden, was uns schließlich mit der Turnhalle der Zeche Nordstern gelang. Mittlerweile hatte sich schon eine zweite Mannschaft gebildet. Nach Ablauf eines Jahres mussten wir schweren Herzens die Halle wieder räumen, da uns die Zechenverwaltung die Genehmigung versagte, die vom WTTV auf Sonntag angesetzten Spiele, durchzuführen.

Waren die Verhandlungen mit den Herren der Zeche Nordstern schon schwierig, so sollten Sie mit dem Verwalter des Kolpinghauses , Kaplan H. Küppers, noch schwieriger werden.

Trotz manchen Ärgers -auch mit dem Wirt, der unseren niedrigen Bierkonsum bemängelte- war dieses Haus, das für die nächsten vier Jahre unser Domizil sein sollte, die eigentliche Wiege unseres Vereins. Hier entstand auch unsere Mädchen- und Damenabteilung, die in der Zukunft für die meisten Schlagzeilen unseres Vereins in der Sportpresse sorgen sollte.

Bei der Gründung der Damenabteilung war der Zufall behilflich, als sich die Damenabteilung des Nachbarvereins TTC Karnap auflöste und wir drei Spielerinnen übernehmen konnten.

Für den weiblichen Nachwuchs war auch gleich gesorgt, denn die Tochter unseres Geschäftsführers V. Stark, Rosemarie schloss sich unserem Verein an und brachte noch einige Freundinnen mit.

Allmählich hatten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse im Lange gebessert und auch der Verein profitierte davon. Es gab Zuschüsse für Sportgeräte und die Anzahl der Turnhallen wuchs.

Nach monatelangen Verhandlungen war es dann endlich soweit, dass wir die Turnhalle an der Sandstraße benutzen durften. Jetzt wurden auch noch sechs weiteren Platten angeschafft und wir konnten den folgenden Jahren gelassen entgegensehen.

Der Verein hat in den Jahren seines Bestehens einer Vielzahl von Menschen die Freunde am Spiel vermittelt und Spielkameradschaften angeregt. Einige, die schon in sehr jungen Jahren zu uns kamen, haben hier neben der Freunde am Spiel auch den Ehepartner gefunden. Von diesen ehemals Jungen haben viele dem Verein bis heute die Treue gehalten und sich auch als Ehepaare aktiv an der Vorstandarbeit beteiligt.

Alle Vorstände können für sich in Anspruch nehmen, auf einen autoritären Führungsstil verzichtet zu haben uns statt dessen die Mitarbeit und Verantwortung der Vereinsmitglieder ermöglicht und gefördert zu haben.

Gerade deshalb ist der TTC Horst-Emscher ein Verein, mit dem sich die Mitglieder identifizieren und auf den sie zu Recht stolz sein können.

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